
Levonorgestrel ist ein Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene und hat eine empfängnisverhütende Wirkung. Gestagene, d.s. Gelbkörperhormone regulieren zusammen mit Östrogenen den normalen Monatsyklus der Frau und den Verlauf einer Schwangerschaft. Bei regelmäßiger Einnahme verhindern Gestagene die Befruchtung einer Eizelle und schützen so zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Die Spirale (Intrauterinpessar, IUP) ist ein Verhütungsmittel für längere Zeiträume. Zwischen drei und fünf Jahren schützt sie vor ungewollten Schwangerschaften. Spiralen sind T- oder hufeisenförmige Stücke aus Kunststoff, deren Mittelteil mit Kupferdraht umwickelt ist. Der Kupferdraht setzt in geringen Mengen Kupfer-Ionen frei. Darauf beruht der empfängnisverhütende Effekt unter anderem.

Die Antibabypille ist das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel in Deutschland. Rund sieben Millionen Frauen nehmen täglich die Pille. Sie gilt zudem als eines der sichersten Verhütungsmittel. Die heutigen Pillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen in den verschiedensten Zusammensetzungen und Dosierungen. Der Vaginalring und das Verhütungspflaster enthalten diese beiden Hormone ebenfalls. Im Unterschied dazu bestehen neue Minipille, Verhütungsstäbchen, Hormonspirale und Dreimonatsspritze nur aus einem Gestagen.

Das Verhütungspflaster (Evra®) ist ebenso wie der Vaginalring eine Alternative zur Pille. Das Pflaster ist hautfarben und misst 4,5 x 4,5 Zentimeter. Platziert wird es auf Bauch, Oberkörper (außer Brustbereich), Po oder die Außenseite des Oberarms. Wie wird das Verhütungspflaster verwendet? Das Pflaster wird 21 Tage angewendet und alle sieben Tag getauscht. Damit sind drei Pflaster pro Zyklus erforderlich. Die letzte Woche ist "pflasterfrei", hier setzt die Monatsblutung ein.

Carl Djerassi und Gregory Pincus gelten als Erfinder der Pille. Ihr erstes Hormon-Präparat wurde in den USA zunächst nur gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt. 1960 ließ die amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA (Federal Drug Administration) das Medikament auch als Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) zu. 1961 folgte das Präparat Anovlar in der Bundesrepublik und 1965 in der damaligen DDR die Pille Ovosiston. Pillen wurde damals nur verheirateten Frauen verschrieben.

Das Arzneimittel ist eine Kombination aus den Sexualhormonen Ethinylestradiol und Etonogestrel. Es wird zur Empfängnisverhütung angewendet. Ethinylestradiol ist ein Östrogen, Etonogestrel ein Gestagen. Beide sind künstliche Abkömmlinge der natürlichen Hormone, die im weiblichen Körper den Ablauf des Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft regeln.
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